Bodenluftabsaugung

Bodenluftabsaugungen dienen zur Reinigung von Böden, die mit Diesel, Öl oder VOC (flüchtige organische Substanzen) verunreinigt sind. Eine Standardmethode zur Bestimmung des Wirkungsgebietes der Unterdruckhaltung im Boden sind lokale Unterdruckmessungen. Diese aber geben nur geringe Kenntnis über die Struktur des Boden und die Luftpfade durch die Bodenschichten. Vakuumdaten können bei homogenem Erdreich ein grobes Bild vom Strömungsfeld geben, aber meist ist die Bodenzusammensetzung nicht homogen. Es gibt kleine Schichten mit geringer oder großer Permeabilität, die großen Einfluss auf das Strömungsfeld haben und mit Druckmessungen nicht erfasst werden.

Mit Tracergasmessungen lässt sich das Strömungsfeld im Erdreich leicht quantitativ vermessen. Die zu klärenden Fragen sind meist folgende:

  1. Gibt es Strömungskurzschlüsse im Umfeld der Absaugung?
  2. Gibt es Zonen, die nicht durchströmt bzw. vom Abluftstrom nicht beeinflusst werden?
  3. Wird der Bereich, wo die Verunreinigung stattgefunden hat, gut und intensiv durchströmt?
  4. Ist die Anordnung der Injektions- und Extraktionsbrunnen für die Reinigungsaufgabe optimal angeordnet?
  5. Fördert die Saugluft entsprechend viel Sauerstoff an die Reinigungsstellen, so dass eine Biodegradation möglich ist?

Die Ergebnisse des Tracergastests sind neben der Beantwortung obiger Fragen:

  • eine Abschätzung der Durchbruchzeit (Zeit von Beginn der Injektion, bis dass 50% des Tracerpulses angekommen ist)
  • die Bestimmung der effektiv mit Luft gefüllten Poren (Porenvolumen) im Boden
  • die Strömungsgeschwindigkeitsprofil im Erdreich